Martin Kälberer solo "INSIGHTOUT"
Sa. 31.07.2021   20:30 Uhr

23,00 € *

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23,00 € * ausreichend Tickets verfügbar: 90
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Samstag, 31. Juli 2021   20:30 Uhr   –   22:30 Uhr

UnnummeriertePlätze - Freie Platzwahl.

INSIGHTOUT – Neue Klänge aus der Stille

Ein tiefer Blick nach innen. Als Möglichkeit der Reduktion,
der Konzentration auf das Wesentliche in dieser seltsamen Zeit der Stille.
Martin Kälberer hat ihn gewagt, um von dort aus wieder nach draußen zu schauen
und sich ganz neu seiner Sicht auf die Dinge und die Welt bewusst zu werden.
Dies formuliert er auf ganz persönliche Weise auf seinem neuen Doppelalbum
IN.SIGHT.OUT, das am 26.02.2021 bei Jazzhaus Records erscheint und mit dem er
ab Februar 2021 live zu hören sein wird.

Die Stille ist kein neues Thema für Martin Kälberer. Bereits
auf seinen bisherigen acht veröffentlichten Alben war sie stets präsent, waren
die Töne, die nicht gespielt wurden, immer genauso wichtig wie die gespielten.
Die Suche nach dem Raum zwischen den Klängen war immer Teil der inneren Reise,
auf die sich der Klangkünstler begab, um mit einer Fülle von Instrumenten sein
Bild von der Welt zu malen.

Besonders auf seiner letzten Veröffentlichung BALTASOUND, als
er im hohen Norden Europas, auf den schottischen Shetlandinseln, einen musikalischen
Reisebericht durch eine Welt der scheinbaren Leere verfasste, war diese Stille,
das Erspüren der Fülle im Nichts ein wichtiger Teil der Klangwelt, die er
erschuf.

Aber auch anderen Klängen, anderen musikalischen Wegen
gegenüber war Kälberer immer offen. Er war gerade auf einer langen Tournee
zusammen mit seinen beiden Freunden und Kollegen Werner Schmidbauer und Pippo
Pollina (beides Liedermacher, der eine aus Kälberer bayerischen Heimat, der
andere aus Sizilien) unter dem Titel „SÜDEN“, als im März 2020 plötzlich alles
stillstand.

Ein letztes Konzert in Wien, dann war die Tournee vorzeitig
zu Ende. Keine Konzerte mehr, auf absehbare Zeit. Ein vollkommen ungewohnter
Zustand für den Musiker, der seit bald 35 Jahren mit den verschiedensten Projekten
jährlich bis zu 120 Konzerte gab.

Ich habe versucht, nach der ersten totalen Irritation, die
Chance zu nutzen, diese absolut einzigartige Situation, die ihr eigene Stille
und so ungewöhnliche wie ungewohnte Abgeschiedenheit als das ‚aufzunehmen' (und
zwar im doppelten Sinn), was es ist. Eine Neuordnung der Paradigmen, eine
Neuerfahrung des Seins und des Schaffens.

Klingt
ein wenig hochtrabend und abgehoben, ist es aber gar nicht. Es ist eher ein
Versuch einer Beschreibung dieser Grenzerfahrung, und das wurde es dann auch in
der Musik, die entstanden ist. Das hat sehr wohl eine philosophische Dimension,
aber eben auch eine ganz praktische.

Es ist z.B. ein Klavierstück entstanden, man kann es eine Art Meditation über ein
Thema nennen, von 16 Minuten Länge, in der Phase des totalen Lockdowns, in der
nicht einmal der Klavierstimmer zu mir kommen durfte ... und das hört man
natürlich. Ich habe aber (obwohl es noch einige andere Versionen davon gibt)
diese Version des Themas ausgewählt. Auch weil es ein Dokument dieses Moments,
dieses Zustandes ist.

Ich habe versucht, tief in mich hinein zu horchen und das klingen zu lassen, was
ich da (situationsbedingt verstärkt) gehört habe“, sagt Martin Kälberer.
 

So ist in diesen Wochen und Monaten ein ganzes Album in Kälberers Studio zu Hause
gewachsen, in aller Ruhe, mit ungewohnter Muße, ohne zeitliche Vorgaben, mit
allen Möglichkeiten der Reflexion, des Nachlauschens, des immer wieder
Überprüfens, manchmal doch wieder zum Ausgangspunkt Zurückkehrens, ein Dokument
dieser ungewöhnlichen Zeit. Eingespielt wurde es fast ausschließlich am Flügel,
der, manchmal pur und unglaublich nahe, manchmal präpariert und verfremdet,
manchmal mit Händen und Besen auf den Saiten bespielt, immer die jeweilige
Stimmung wiedergibt.

Man hört schwebende Klanglandschaften, die teils auf kleinen Miniaturen basieren,
die an Minimal Music und moderne Klassik erinnern, teils eher dem Ambient-Genre
zugehörig scheinen. Lange meditative Passagen steigern sich ins Eruptive,
schwellen an, ebben wieder ab, hin und wieder scheinen auch noch Spuren von
Kälberers jazzigen Ursprüngen durch, diese dürfen aber wohl eher als liebevolle
Reminiszenzen verstanden werden, denn die Musik des Multiinstrumentalisten, der
sich hier nun wieder ganz speziell seinem Lieblingsinstrument, dem Flügel
widmet, hat längst aufgehört, sich in bestimmte Genres eingrenzen zu lassen.

Auch in seinem neuen Live-Programm wird er wieder vermehrt am Klavier oder Flügel zu
hören sein, wobei natürlich einige der teils sehr ungewöhnlichen Instrumente
seines Klanguniversums nicht fehlen dürfen, wie etwa das erst im Jahr 2000
erfundene Schweizer Metallinstrument „Hang“ und einige seiner inzwischen
entstandenen Verwandten.
 

Martin Kälberers Konzerte sind eine Einladung zu einer (multi-)instrumentalen Reise in die inneren Bild- und Klangwelten des Musikers, bei der die Stille genauso ihren Platz hat wie
pulsierende und rhythmische Elemente, „… eine Reise, die ewig dauern dürfte
…“(Süddeutsche Zeitung).

„Es gibt Konzerte, da traut man sich nicht, zu atmen: Man will den fast überirdisch
schönen, puren Klang nicht stören, der von der Bühne kommt – wie bei den
Auftritten von Martin Kä
lberer. Der Musiker betört sein Publikum mit einzigartigen Klanglandschaften und ist Sinnbild für die Freude, Musik zu machen.“(Mittelbayrische Zeitung)









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Martin Kälberer - Solo INSIGHTOUT

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